... älteres Ehepaar zwecks gemütlicher Gassigänge gesucht..

Erzählt von Euren Tieren

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Beitragvon viele alte Wauzis » 17. Okt 2010 19:47

Okay..
wir haben auch sehr viele Katzen derzeit sitzen... das stimmt schon. :(

Ich dachte immer, da Katzen nicht "so" Menschbezogen sind (oder ist das ein Gerücht?), würde es ihnen nicht ganz soviel ausmachen, zu Mehreren, aber ohne Mensch zu sein.

Ich bin nicht so der Katzenmensch und habe halt aus meiner Sicht geschrieben.. :oops:

Klar ist ein denkbar neues Zuhause immer dem TH vorzuziehen, das ist mit Katzen nicht anders als mit Hunden.
Nur, es ist halt auch ein Stückchen Sicherheit für den Halter, dass es vielleicht ein TH gibt, dass von Anfang an hinter der Entscheidung *Katze für mich - in meinem "Alter"? * steht.. wobei ich Hildegard als verdammt fit und munter in Erinnerung habe.. (ist aber auch schon wieder ein paar Jahre her) kann mir aber gar nicht vorstellen, dass sie sich so dolle verändert haben sollte..

Ansonsten - unterschreib ich dir alles gesagte. :) Ich hab von Katzen halt nicht soviel Ahung..

LG Silvia
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Beitragvon margot » 17. Okt 2010 19:58

Sicher sind Katzen pauschal gesagt nicht so menschenbezogen wie Hunde, weil sie von Haus aus keine Rudeltiere sind, die uns als Rudelersatz adoptiert haben.
Aber eben weil sie keine Rudeltiere sind, ist das Zusammengesperrtsein mit Artgenossen, die sie sich nicht aussuchen können, tendenziell Stress. Überhaupt das Eingesperrtsein auf engem Raum.

Bei Hildegard seh ich auch nicht so ihre körperliche Verfassung als das große Problem. Sie sagt ja selbst, sie steht sich da selbst im Weg. Aber ändert sie das ja über kurz oder lang. :wink:
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Beitragvon Gisa » 19. Okt 2010 03:58

Danke, Margot, Du hast das sehr gut erläutert!

Sylvia, nicht jede Katze ist aus einem Tierheim... :roll: gerade Katzen irren oftmals ausgestzt herum und finden, wenn ihnen das Glück hold ist, einen sich kümmernden Menschen.
Stimmt - Tierheime nehmen die Tiere zurück, wenn sie denn von ihnen vermittelt sind. Und wenn nicht? Dann können - jedenfalls zur Zeit die meisten nicht "aufnehmen", weil sie übervoll sind - Margot hat es beschrieben...sogar junge Katzen sitzen da - in Hülle und Fülle. Ältere und alte Miezen haben kaum Chancen... es ist zum Heulen!"

Meine Miezen sind mir zugelaufen.....

Und das ist eben bei vielen so.

Zudem werden "süße Babykatzen" wie "Sauerbier" angeboten und verschenkt....und das bereits im zarten Alter von 6 Wochen, wo sie ihre Mütter noch unbedingt brauchen. Wenn sie dann nicht mehr so klein und süß sind, werden sie ausgesetzt....

Da Katzen in den Tierheimen viel zu gedrängt sitzen - zwangsläufig sitzen müssen, geht es ihnen - trotz Behütung, guter Versorgung und warmen Körbchen nicht gut.

Wenn ich mir mein nun gut 15 Jahre altes Madamchen im Tierheim vorstelle....es würde mir das Herz zerreißen, sie würde es nicht überleben. Oder - überleben vielleicht schon - aber WIE??!! Minou braucht Ihre Bezugsperson.

Katzen sind große Individualisten!

Es gibt nicht wenige Miezen, die sich sehr wohl und trotz gewisser "Unabhängigkeit" sehr eng an IHREN Menschen anschließen. Auch dadurch leiden sie im Tierheim.

Dann vermissen sie IHREN Menschen, werden depressiv oder aggressiv... :( ...auch krank...manche geben sich auf, verweigern die Nahrung.

Natürlich bin ich nicht gegen Tierheime, ganz klar. Ich bin dem meinen schon jahrzehtelang treu.

Aber gerade "Hundeleuten" scheint gar nicht klar zu sein, wie die Situation der Katzen ist. Sogar in TSEZ ist die Bemerkung gefallen... "Was Katzen betrifft, haben wir in Deutschland bereits südländische Verhältnisse."

In den letzten 10, 15 Jahren sind die Populationen ständig gestiegen, weil nicht bzw. zu wenig kastriert wird. Unverantwortlich!

Katzen, die gezwungen werden verwildert zu leben....sind nachts unterwegs, weil sie am Tage verfolgt werden. Sie verstecken sich intelligent. Deshalb werden die "Mengen" oftmals gar nicht wahrgenommen.... Sie leben versteckt, leiden versteckt und sterben versteckt...

Noch immer meinen Menschen, Katzen können sich draußen "selbst versorgen". DEM ist aber nicht so!!! Zumal viele Miezen viel zu früh von den Müttern getrennt werden, sie haben das Mäuse töten gar nicht mehr gelernt.

Oftmals sind Ketzenfreunde gezwungen - heimlich zu füttern! Sind Repressalien ausgesetzt.

Nicht zufällig nimmt auch gerade "Katzenhoarding" zu..!!

Aber - und das war das Thema: Jeder sollte nach Möglichkeit Vorsorge treffen, dass sein Tier liebevoll und zuverlässig unterkommt, wenn es anders nicht geht, weil man selbst nicht mehr "kann".
Und da ist - für Katzen - zur Zeit jedenfalls - ein Tierheim eben die "schlechtere Variante".

in fast allen Vermittlungsverträgen steht drin, dass eine Abgabe an Dritte ohne Rücksprache mit dem Vermittler ohnehin nicht zulässig ist.

Auch das ist richitg und auch gut so....damit soll die unkontrollierte Weitergabe oder gar ein Verkauf unterbunden werden.
Normalerweise lebt eine Mieze durchschnittlich 10 bis 15 Jahre bei IHREM Menschen. Und wenn eine Katzenseniorin oder auch eine Katzensenior für "den Fall aller Fälle" privat abgesichert ist, die größtmögliche Vorsorge, -kehrung getroffen ist, wird kein TH Schwierigkeiten machen. Natürlich aber hat man auch die Möglichkeit eine Mieze wieder zurückzugeben. Das sollte eben rechtzeitig überlegt werden - und geregelt werden. Für Alleinstehende eben ein nicht so einfach lösbares Problem.

Und ich bitte auch die Hundeleute - inständig - jede mögliche Gelegenheit wahr zu nehmen, um auf die unbedingte Notwendigkeit der rechtzeitigen Kastration aller Katzen (Freilaufmiezen UND Wohnungstiger) zu dringen.

Danke :wink:
Gisa

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Beitragvon viele alte Wauzis » 26. Mai 2012 08:49

Over the Rainbow...

die kleine Perelka (Perry) ging gestern Abend über den Regenbogen...

sie hatte knapp 2 Jahre bei ihren neuen Leuten.


:cry: :cry:
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Beitragvon Gerda » 26. Mai 2012 09:29

2 Jahre - 2 geschenkte gute Jahre - sind für einen kleinen Hund eine ganze Menge.
Es hat sich doch für alle Beteiligten gelohnt, auch wenn es gerne länger hätte gehen dürfen.
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Glück ist ein Maßanzug. Unglücklich sind meist die, die den Maßanzug eines anderen tragen möchten.
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Beitragvon Gisa » 26. Mai 2012 10:18

Gerda hat geschrieben:2 Jahre - 2 geschenkte gute Jahre - sind für einen kleinen Hund eine ganze Menge.


..ja, Gerda, das sehe ich auch so....auch wenn es so sehr weh tut, wenn ein Tier uns verlassen muss.

Ich kann mir ein Leben ohne "Fellkugel" auch nicht vorstellen...und ich hoffe sehr, dass die beiden sympathischen Menschen wieder einen vierpfotigen Begleiter bekommen können. Wenn sie denn mögen.

Ich versuche das immer aus "Sicht des Tieres" zu sehen... ist die "vergönnte" Zeit noch so kurz...FÜR das Tier ist es ein Stück des "Himmels"...schon im Vorgriff sozusagen. :oops: ..auch dieser Gedanke kann trösten...wenn auch Abschied immer wieder weh tut.

:knuddel: ...für alle, die Perry lieb hatten...
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Beitragvon anne » 26. Mai 2012 14:03

Gerda, Gisa das habt ihr schön geschrieben.

Mach's gut Perry
Liebe Grüsse
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